npd-mittelfranken.de - NPD Bezirksverband Mittelfranken

26.10.2008

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Stoppt die Zeit- und Leiharbeit! Gegen Lohndrückerei, Sozialraub und Ausbeutung!

Die Branche der Zeit- und Leiharbeit boomt und trägt einen erheblichen Teil zu den sinkenden Zahlen der Bundesagentur für Arbeit bei. So die frohe Botschaft, welche in den Medien derzeit Einzug hält. Doch die oft gehörte Behauptung, daß Zeitarbeitsfirmen neue Arbeitsplätze schaffen, ist reine Stimmungsmache. Es werden vielmehr feste, sichere und anständig bezahlte Arbeitsplätze von diesen Firmen vernichtet. Das beste Beispiel hierfür ist die Verlagerung von Zehntausenden Telekom-Mitarbeitern in sogenannte "Service-Gesellschaften", die im Grunde nichts anderes als einen Zeitarbeitsbetrieb darstellen und nur dazu dienen, die vorher festangestellten Mitarbeiter entlassen zu können und zu weitaus billigeren Konditionen wieder einzustellen. Mit diesem "modernen Sklavenhandel" verschönern die Arbeitsämter auf menschenverachtende Weise ihre Arbeitslosenstatistik. Kein Wunder, daß die Bundesagentur gerne mit diesen dubiosen Firmen zusammenarbeitet und Arbeitslose zu Zeit- und Leiharbeitsbetrieben verweist bzw. seit dem 1. April 2003 sogar zu einer Tätigkeit als Leiharbeiter zwingen kann, indem man den Arbeitssuchenden die Pistole der ALG-Streichung auf die Brust setzt.

Meist wird den arbeitslos gewordenen Menschen verheimlicht, um was es sich bei diesen in Stellenanzeigen als "unbefristet", "sicher" und "gut bezahlt" bezeichneten Arbeitsplätzen überhaupt handelt. Auch die Bezeichnung PSA (Personal-Service-Agentur) trägt zur Verschleierung und Irreführung bei. Außerdem wird vorgegaukelt, daß es sich um ein "Sprungbrett zurück in die Arbeitswelt" handeln würde. Fakt ist jedoch: 70 Prozent aller Zeitarbeiter sind weniger als drei Monate beschäftigt und fast 90 Prozent werden eben nicht in den jeweiligen Kundenbetrieb in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Der unter Vertrag stehende Arbeitssklave muß sich im Gegensatz zu seinen festangestellten Kollegen in den Firmen, an die er vermietet wird, mit einer erheblichen Beschneidung seines Nettolohnes, der Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit, seines Urlaubsanspruches, des Bezuges von Weihnachts- und Urlaubsgeld und seines Kündigungsschutzes abfinden. Weiterhin mindert sich natürlich der Anspruch auf Arbeitslosengeld beim Wiedereintritt in die Arbeitslosigkeit sowie auf den Rentenbezug im Alter, da die Abführung der Beiträge in die Arbeitslosenversicherung und in die Rentenkasse nach dem Stundenlohn berechnet wird. Der Stundenlohn beträgt in der Regel zwischen 4,50 und 7,00 Euro, wobei sich an Tarifverträge kaum ein Zeitarbeitsbetrieb hält. Zu der schlechten Bezahlung kommt oft noch ein häufiger Wechsel der Einsatzorte mit langen Anfahrtswegen, was eine regelrechte "Zwangsmobilität" erfordert und mit sehr hohen Kosten für den unterbezahlten Arbeitnehmer verbunden ist.

Zeitarbeiter gelten zwar in den Kundenbetrieben als so etwas wie "Arbeiter zweiter Klasse", werden aber von Firmenchefs gerne dazu benutzt, die festangestellte Belegschaft unter Druck zu setzen, da man ja jederzeit billigere Arbeitskräfte in beliebiger Menge bei Leiharbeitsfirmen ordern könne. Hierdurch wird allzu oft auch eine angeblich "freie Zurücksteckung der eigenen Ansprüche" erzwungen. Mittlerweile ist es keine Seltenheit mehr, daß Betriebe mehr Zeitarbeiter als festangestellte Mitarbeiter beschäftigen. Aber nicht nur die Firmeninhaber und die Bundesagentur für Arbeit profitieren vom "legalen Menschenhandel", auch für die Inhaber von Zeit- und Leiharbeitsfirmen ist dies ein lukratives Geschäft. Aufgrund des sehr geringen Eigenkapitalaufwandes (kleines Büro, Tisch, Telefon, Pinwand und Notizblock) ist es nicht gerade schwer, eine Zeitarbeitsfirma zu gründen und ins Geschäft als Menschenhändler einzusteigen. Die Erträge (oder besser: die Mieteinnahmen) dieser Firmen belaufen sich pro vermietete Arbeitskraft auf zirka 500 bis 800 Euro im Monat, bei kaum anfallenden Aufwandskosten, abgesehen von den hohen Bezügen bzw. Provisionen der sogenannten Personaldisponenten. Deutschlands größte Zeitarbeitsfirma Randstad mit über 45.000 Mitarbeitern setzte allein im Jahre 2007 mehr als 1,3 Millionen Euro, die gesamte Sparte der Menschenhändler mehr als 10 Milliarden Euro auf Kosten des kleinen Mannes um. Damit muß endlich Schluß sein! Denn Zeitarbeit in der jetzigen Form bedeutet die Abschaffung fast aller arbeitsrechtlichen Sicherheiten und der dringend notwendigen Sicherheit der Arbeitnehmer hierzulande. Zudem zwingt die Zeit- und Leiharbeit den Arbeitnehmer, sich regelrecht zu jedem Preis zu verkaufen.

Mit der Expansion der Zeitarbeit sollen amerikanische Verhältnisse geschaffen werden, wo es keine festen, sicheren und gut bezahlten Arbeitsplätze mehr gibt. Das kann und darf einfach nicht die Zukunft des deutschen Arbeiters sein! Ein Verbot bzw. eine massive Einschränkung der Zeitarbeit mittels gesetzlicher Bestimmungen ist unumgänglich. Spätestens nach sechs Monaten Beschäftigung muß eine Festanstellung im jeweiligen Betrieb erfolgen. Auch der Stundenlohn und die Kündigungsschutzbestimmungen eines Zeitarbeiters sind dem des festangestellten Arbeitskollegen anzugleichen. Gleiches Geld für gleiche Arbeit! Weiterhin fordert die Nationaldemokratische Partei Deutschlands einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,80 Euro - auch für Zeitarbeiter! Unternehmen, die regelmäßig und über längere Zeit Leiharbeiter beschäftigen, sind mit einer Sondersteuer zu belegen. Nur so kann soziale Gerechtigkeit in der deutschen Arbeitswelt verwirklicht werden. NPD: Wir handeln!

» Zur Hauptseite wechseln

Bildschirmauflösung:  X  px Pixeldichte: