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07.06.2013

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Jahrtausendhochwasser und Almosenhilfe

Merkels Tropfen auf den heißen Stein der Flutkatastrophe

Man verschleuderte über Jahrzehnte hinweg zwar zig-Millionen für Gutachten im Bestreben, einen widernatürlichen Donauausbau voranzutreiben und vernachlässigte gleichzeitig sträflich den Hochwasserschutz, doch dafür ist man jetzt umso zugeknöpfter, Hilfsgelder fließen zu lassen. Vielmehr interessiert man sich für symbolische Wahlkampfinszenierungen wie Pressekonferenzen in Gummistielfeln.

Es mag sich ja politisch auf den ersten oberflächlichen Blick gut vermarkten lassen, wenn Merkel ein Hilfsprogramm von 100 Millionen Euro ausruft, doch bei näherer Betrachtung relativiert sich dies doch sehr und stellt sich letztendlich als bloßes Almosen dar. Abgesehen von der Fehleinschätzung, die im Jahre 2002 mit der Begriffsschöpfung „Jahrhunderthochwasser“ verbunden war, muß man sich doch nur vergegenwärtigen, wie schnell beispielsweise an einem Gebäude ein Schaden von 20.000,- € entsteht – will heißen, daß nach Adam Riese bei bereits 5000 beschädigten Gebäuden die Hilfssumme aufgebraucht wäre. Dies ist vielleicht die Größenordnung einer mittleren Marktgemeinde, allerdings sind immerhin ganze Städte in mehreren Bundesländern schwerstens flutgeschädigt. Noch nicht mit eingerechnet sind dabei die der Wirtschaft entstehenden Schäden sowie die Verwüstungen im infrastrukturellen Bereich.

Nicht minder aufschlußreich ist die Orientierung an der Schadenshöhe des letzten Jahrhunderthochwassers vor elf Jahren. Damals belief sich die Schadenssumme auf etwa 11 Milliarden Euro. Es ist zu befürchten, daß das gegenwärtige Hochwasser dem nicht nachstehen wird. Daran gemessen, macht Merkels Hilfszusage nicht einmal 1% aus! Wie soll damit den vielen Geschädigten, die teilweise gerade erst ihre Kredite von der letzten Flutkatastrophe aus dem Jahre 2002 getilgt haben, ernsthaft geholfen werden?

Doch wie verhält es sich mit Blick auf Brüssel? Die Europäische Union ist uns doch angeblich in allen Belangen von so großem Nutzen… Endlich benötigt der Dauerhauptnettozahler und Musterrettungseuropäer Deutschland einmal Hilfe – Solidarität ist doch schließlich keine Einbahnstraße. Nur leider ist der vor sechs Jahren aufgelegte EU-Hochwasserfonds derzeit gerade einmal leer! Es fand sich vermutlich kein Mitgliedstaat, der ihn ausstatten wollte. Doch mit Sicherheit gibt es einige bestens dotierte EU-Beamte, die diesen leeren Topf verwalten.

Deutschland auf sich allein gestellt? – Schade, daß erst am Montag die KfW mit dem bezeichnenden Namen „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ einen 800 Millionen schweren Billigkredit in den spanischen Bankensektor transferierte…dies wäre schon einmal das Achtfache von Merkels Hilfszusage gewesen.

Kurzum: Dringend benötigt würde jetzt ein mehrere Milliarden schweres Hilfspaket für unsere eigenen leidgeprüften Landsleute. Und wenn man betrachtet, wofür die Regierung alles Unsummen an deutschen Steuergeldern zur Verfügung stellt, wäre dies auch möglich – sofern man denn wirklich helfen wollte und nicht nur ein pietätloses Wahlkampftheater veranstalten wollte.    

 

 

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